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Andacht

Andreaskirche Uhlbach 1904 Andreaskirche Uhlbach 1904

Liebe Gemeinde,
überlegen Sie manchmal, wie die Welt wohl in 100 Jahren aussehen wird?
Ich male mir dann aus, wie die Großstädte sein werden: mit vielen Hochhäusern, fliegenden Autos und fliegenden Zügen. Wie im Science-Fiction-Film.
Aber wenn ich an Obertürkheim und Uhlbach in 100 Jahren denke, dann sehe ich die Petruskirche, die Kirche in Uhlbach, den Württemberg, die Weinberge und Obstwiesen vor mir. Drumherum vielleicht auch fliegende Autos und die Häuser ein bisschen größer – das kann ich mir schon vorstellen. Aber trotzdem denke ich, dass ich Obertürkheim und Uhlbach auch in 100 Jahren noch erkennen würde.
Obwohl sich die Zeiten ändern, obwohl sich die Welt ändert – das Neckartal, der Württemberg, unsere Kirchen sind wahrscheinlich auch in 100 Jahren noch unverwechselbar.
Das Bild auf der Titelseite entstand um 1904. Neun Jahre zuvor war die Uhlbacher Andreaskirche vom königlichen Kirchenbaumeister Heinrich Dolmetsch umgestaltet und renoviert worden. Drumherum hat sich das Dorf seitdem stark gewandelt. Die Menschen, die den Umbau der Kirche geleistet haben, sind inzwischen längst verstorben. Sogar ihre Kinder leben nicht mehr.
Geblieben ist mit der Kirche ein Ort, um das Leben im Lauf der Zeit zu feiern. Sonntagsgottesdienste, Feiertage, Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen… Ein Ort, an dem wir das Leben vor Gott bringen. Ein Ort, an dem wir die Zukunft entwerfen können, in die uns Gott führt.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch in diesen Zeiten voller Zuversicht Zukunftsbilder entwerfen! Denn dafür gibt es einen guten Grund: Jesus Christus sagt: „Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“
Mit dieser Zukunftshoffnung grüße ich Sie herzlich!
Und ich lade Sie ein zum (nachträglichen) Festgottesdienst am 24. April mit Landesbischof July zum 125-jährigen Jubiläum der Kirchenrenovierung!
Ihr Pfarrer Jakob Spaeth

Letzte Änderung amDonnerstag, 24 Februar 2022 11:25