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Grußwort Kulturforum Uhlbach und Schwäbischer Albverein

Wolf Wölfel für das Kulturforum Uhlbach und den Schwäbischen Albverein

Liebe Mitglieder der neuen Kirchengemeinde Obertürkheim-Uhlbach,

der Zusammenschluss zur Gesamtkirchengemeinde Obertürkheim-Uhlbach ist vollzogen, zumindest formal. Hierfür gibt es gute Gründe, vor allem aber wirtschaftliche Zwänge. Der moderne Mensch scheint in unserem Kulturkreis die ungebundene Individualität zu bevorzugen, die Bereitschaft sich in einer Gemeinschaft festzulegen und zu binden lässt nach. Dies umso mehr, wenn es auch noch Geld kostet. Darunter leiden die Kirchen genauso wie viele Vereine. Es fehlt der Nachwuchs an jungen Menschen. Zusammenschlüsse sind deshalb für das Überleben unausweichlich.

Für unsere beiden Gemeinden heißt das nun, den richtigen Weg des Zusammenwachsens zu finden. Jede Gemeinde hat ja ihr eigenes, über Jahrzehnte gewachsenes und festverwurzeltes Gemeindeleben, ein wichtiger Bestandteil im Leben vieler Menschen. Das gilt es möglichst zu bewahren. Deshalb liegen die Aufgaben der Vereinigung zunächst eher im Hintergrund, also bei den organisatorischen Strukturen. Die Gemeindehäuser selbst erscheinen mir wichtig als weiterhin Zentren zur örtlichen Identität, wie ja auch die Kirchen selbst. Es wird also die Aufgabe und die Kunst sein, mit viel Augenmaß und Überzeugungsarbeit die Eigenständigkeit der langjährig entwickelten ortsspezifischen Gemeindekultur zu erhalten, die Organisation aber neu zu strukturieren und zu vereinen.
Als Vorsitzender der Ortsgruppe Obertürkheim-Uhlbach des Schwäbischen Albvereins ist mir ein ortsübergreifendes Vereinsleben wohl vertraut, es läuft problemlos und alle Mitglieder sind dabei. In kleinerer Gruppierung wären wir nicht überlebensfähig.

Die Gestaltung einer solchen Herausforderung erfordert die richtigen Menschen. Wir als Gemeindemitglieder können uns glücklich schätzen, dass wir aktive und engagierte Kirchengemeinderäte und insbesondere mit Jakob Spaeth einen dafür optimal geeigneten Pfarrer haben, der mit großem Einfühlungsvermögen und klaren Vorstellungen den besten Weg für uns alle finden wird.

Wir betreten nun also Neuland mit vielleicht auch schmerzlichen Veränderungen, aber vor allem Chancen für eine lebensfähige Zukunft. Ich wünsche uns allen bei diesem Weg viel Offenheit, Vertrauen und Zuversicht und bei allen Entscheidungen viel Glück und gutes Gelingen.

Im Namen des Uhlbacher Kulturforums und des Schwäbischen Albvereins grüße ich Sie sehr herzlich.
Ihr Wolf Wölfel

Letzte Änderung amFreitag, 18 Dezember 2020 11:41